WÖRTER - BILDER - TÖNE


Parallel zur Kunstproduktion und Ausstellungstätigkeit sind seit 1998 zahlreiche Musikprojekte realisiert worden. - Unter verschiedenen Projektnamen ( Querquartett,Trio Somnambul, Godotrio) sind bis heute ca. 50 Hauptwerke der Stummfilmzeit und diverse Kurzfilme vertont worden. Ebenso werden Hörspiel- und Literaturkonzerte konzipiert und in Kulturhäusern,Theatern und Galerien aufgeführt.



FILMMUSIK

 

Als eigenständige Kunstform wieder entdeckt erlebt der Stummfilm eine Renaissance. Nicht von ungefähr sind es die Vertreter des Jazz, der neuen Musik und Improvisationsszene, die im Stummfilm ein verwandtes Prinzip der Abstraktion entdecken. Gerade die suggestive Bildsprache, die stumme expressive Gestik und Mimik der häufig vom Theater kommenden frühen Filmstars wirkt heute abstrahierend, verfremdend und erlaubt eine offene assoziative musikalische Umsetzung.

Mit einer Reihe Musikerkollegen vertont Julian Schäfer Klassiker des europäischen Films, avantgardistische Kurzfilme der zwanziger Jahre, sowie Highlights des frühen amerikanischen Kinos.

Vorführung

Die instrumentale Besetzung und die klangliche Ästhetik richtet sich bei der jeweiligen Aufführung nach einer dramaturgisch motivierten Konzeption. Die Musiker interagieren untereinander sowie mit den projizierten Bildern. Ziel ist es Handlungsstränge, filmische Realität und visuelle Details zu begleiten, zu interpretieren, die Atmosphäre des Films einzufangen und dem Publikum die Aufführung nicht als "Nostalgie Event" sondern als zeitgemäße Kunstform zu präsentieren.

Filme: Das Cabinet des Dr. Caligari - Nosferatu - Der brennende Acker - Orlac`s Hände - Faust - Die Hintertreppe - Anders als die Anderen - Scherben - Der Golem - La Chute de la Maison Usher - The Wind - Die Passion der Jean d`Arc - Dr. Jekyll & Mr. Hyde ­ Le Chien Andalou ... Kurzfilme von Rene Clair, Man Ray, Hans Richter, Oskar Fischinger, Georges Melies, Evgenii Bauer u. A.

Aufführung

Aufführung



MUSIKALISCHE LESUNGEN

Ein weiteres Aktionsfeld ist die Vertonung literarischer Texte, Kurzgeschichten, Lyrik etc., ....
Die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten reichen auch hier von einer reduktiven atmosphärischen Begleitung bis zur direkten assoziativen Illustration einzelner Werkpassagen mittels Geräusch-Collagen. Die Musik ist dabei immer der literarischen Arbeit untergeordnet.

Aufführung

MUSIKER

JOACHIM KAMPS - piano, perc.
BIRGIT MASCHKE - violine
THOMAS ÖSTERHELD - cb, git, klar.
SYLVIA NECKER - synth., perc., piano
GEORGIA CH. HOPPE - sax ,kla., git.
ANTON PLEVA - stimme
KLAUS ROBRA - stimme
FRANK KONSTABEL - sax
DENIS ANDRE - piano
JOACHIM LÜTZOW - basskla., git, bass
JULIAN SCHÄFER - vio., shak., saz , bass
Und....

Plakat Faust




Pressestimmen:

"Orlacs Hände."...Open Air von Hamburgs Live-Filmmusik Spezialisten vertont. (Taz)
... ein Programm in dem nicht nur außergewöhnliche Kurzfilme vertont werden, sondern auch mit Performance-Elementen, Geräuschcollagen, und sprachlichen Mitteln bekannte Vertonungsmuster aufgebrochen werden. Musik nicht nur als Illustration... (HH Abendblatt)
zeitgemäße Kunstform....das Meisterwerk "Der Golem" eine Herausforderung für die Musiker. (Hamburg Pur)
....verschiedene surrealistische Kurzfilme, beim Trio Somnambul in den besten Händen (Szene HH)



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